Den Maßregelvollzug sieht der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, „auf einem Weg mit besseren Zukunftsperspektiven.“ Löb war am Donnerstag zu Gast im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie (ZFP) in Lippstadt-Eickelborn (Kreis Soest).
Das ZFP mit insgesamt 410 Beschäftigten ist die größte Maßregelvollzugseinrichtung des LWL. Ein dickes Kompliment machte der Landesdirektor den Mitarbeitern. „Hier wird hervorragende Arbeit geleistet“, lobte Löb. Dadurch habe Eickelborn überregional Vorbildcharakter erlangt und der Landesregierung die Entscheidung erleichtert, die drei neuen Forensik-Standorte in Westfalen in die Trägerschaft des LWL zu übergeben. In Haltern (Kreis Recklinghausen), Lünen (Kreis Unna) und Hörstel (Kreis Steinfurt) sollen neue Kliniken für jeweils 150 psychisch kranke Straftäter entstehen.
Die leidige Diskussion um eine Überbelegung des Maßregelvollzugs in Eickelborn ist abgeebbt. Das ZFP habe derzeit 326 Betten und 320 Patienten, erklärte die Ärztliche Direktorin, Dr. Nahlah Saimeh.
Das Land NRW will ein neues Patientengebäude in Eickelborn errichten. Das dreistöckige Haus werde für 69 Patienten ausgelegt, sagte ZFP-Pflegedirektor Bernd Sternberg. Die Baustelle befindet sich zunächst außerhalb des Zaunbereichs. Später wird der bestehende Hochsicherheitszaun um das neue Patientengebäude erweitert. Ein genaues Fertigstellungsdatum konnte Sternberg nicht nennen.
Quelle: Die Glocke
Beitrag vom 04.12.2014
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